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Katharine Siegling:
Ihr Weg in die Freiheit

Porträt einer ungewöhnlichen Frau

Katharine Siegling ist nicht nur die Gründerin des Christlichen Centrums Rhema - sie ist auch diejenige, die Glory International ins Leben gerufen hat.

Wie sehr Menschen sie schätzen und lieben, drückt treffend dieses Gedicht aus:

Meiner Pastorin
 
Prophetisch, schillernd und schön
Aufrichtig, wahrhaftig in Wort und Tat
Selbstlos, ein Vorbild für jeden
Treu, voller Hingabe für andere
Original, einzigartig, schöpferisch und kreativ
Ruhmvoll, ehrenvoll und frei
Intelligent, klug und mutig
Neu geschaffen, nach dem Ebenbild Gottes.

Ich danke dir von ganzem Herzen für deine Kraft, Zeit und Liebe, die du in mich hinein investiert hast und es immer noch tust. Dank dir bin ich im Wort gewachsen, ist meine Seele wiederhergestellt worden und ich habe gelernt, was es heißt in Christus zu sein. Ich bin begeistert von deinen Predigten und nicht nur das, sondern auch von deiner liebenswerten Persönlichkeit.

Deine Ani K.W.

Ein deutsches Mädchen in einem kommunistischen Land

Wir kennen sie schon seit vielen Jahren und schätzen ihren ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und Freiheit, Schönheit und Wahrheit. Sie ist in Rumänien geboren und aufgewachsen als Tochter einer deutschstämmigen Siebenbürger Familie. Umgeben von Geborgenheit und sehr viel Liebe lernte sie schon als kleines Mädchen von ihren Adoptiveltern sich für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung einzusetzen. Auch ihre leiblichen Eltern förderten mit Überzeugung diese Haltung.
Aufgrund der dunklen deutschen Vergangenheit bekam sie zu spüren, was es heißt, als deutsches Mädchen in einem kommunistischen Land zu leben.

Diskriminierung und Benachteiligung

Katharine Siegling hatte den Wunsch ursprünglich ihrem Gerechtigkeitssinn beruflich nachzugehen und nach dem Abitur in Rumänien Jura zu studieren. Da weder sie noch ihre Eltern Parteimitglieder waren und die Familie für die Ausreise nach Westdeutschland kämpfte, blieb ihr dies verwehrt. Daher musste sie nach dem Abitur einen anderen Weg gehen und ließ sich zur staatlich geprüften Maschinenbautechnikerin mit Fachrichtung Entwürfe ausbilden. Anschließend studierte sie Kunst. Beide Ausbildungen wurden in Deutschland von der Regierung von Niederbayern im Jahr 1985 voll anerkannt.

Der Preis für die Freiheit

Sie und ihre Familie lebten stets mit dem Bewusstsein, dass Rumänien keine Bleibe auf Dauer sein würde. Seit 1970 kämpfte man für die Ausreise aus dem Ceaucescu-Regime nach Deutschland. Im Herbst 1983 gelang es, die Geschichte und das Leid der Familie zusammen mit einer befreundeten rumänischen Familie, die aufgrund ihres baptistischen Glaubens diskriminiert wurde, an westliche Radiosender zu lancieren. Die Kontaktaufnahme mit dem Sender Freies Europa in München und mit der BBC, die man dringend um Hilfe bat, war ein höchst gefährliches Risiko. Sie geschah unter Einsatz des Lebens und der Freiheit. Ohne zu wissen, ob dieser „Appell“ nach Hilfe jemals Frucht bringen würde, bereiteten sich die Familien auf einen Hungerstreik vor. Doch dann kam die Nachricht, dass die Lebensgeschichte über das Radio ausgestrahlt worden war und sich der damalige Bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß für die Ausreise eingesetzt hatte.

Verlust des Arbeitsplatzes und staatliche Enteignung

Bis es jedoch zur Ausreise kam, sollte der Familie noch einiges Leid widerfahren. Denn als im Februar 1984 die Genehmigung zur Ausreise bekannt wurde, verlor Katharine Siegling zusammen mit einer Gruppe deutschstämmiger Ingenieure und Techniker ihrer Firma die berufliche Position und den Arbeitsplatz. Das belegt eindrucksvoll das Arbeitsbuch von damals. Ihre Kunstgemälde, die gerade in einer Vernissage ausgestellt waren, bekam sie auch nicht mehr zurück. Ihre Familie musste persönliches Eigentum aufgeben und zurücklassen.

Franz Josef Strauß ermöglicht die Ausreise

Es verging noch ein Jahr bis Katharine Siegling Franz Josef Strauß persönlich für dessen Einsatz danken konnte. Welch eine große Freude! Fotos aus dem Frühjahr 1985 mit Franz Josef Strauß dokumentieren ihren Dank und ihre Erleichterung hinsichtlich der Ausreise aus dem rumänischen Regime und der geglückten Einwanderung nach Deutschland.

Ihr persönlicher Einsatz für Unterdrückte

Ihren persönlichen Einsatz für Unterdrückte und Diskriminierte bringt sie heute unter anderem als Ehrenmitglied einer Menschenrechtsorganisation ein. Ihr Mut und ihr Enthusiasmus sich für Diskriminierte und Benachteiligte einzusetzen ließe sich noch mit vielen weiteren Ereignisse beschreiben. Das würde an dieser Stelle jedoch den Rahmen sprengen.

Dramatische Wende: Von Kant zu Jesus, von Schopenhauer und Nietzsche zur Bibel

Erste Berührungspunkte mit dem Glauben hatte Katharine Siegling durch die befreundete Baptistenfamilie in Rumänien, denen es auch gelang, in die USA auszuwandern. Diese innere Verbundenheit besteht bis heute.

Da ihr Leben jedoch geprägt war von Vernissagen, bei denen sie ihre Kunstgemälde ausstellte und von den Ideen philosophischer Aufklärer wie Kant, Schopenhauer und Nietzsche, fand sie damals keinen Zugang zur Bibel.

Aber Gott erreichte sie am 1. August 1987 bei der Glaubenskonferenz von Wort des Glaubens in München bei einer Veranstaltung mit Marc Brazee. Gott heilte sie auf dramatische Art und Weise und begann in ihrem Leben Wunder zu wirken – Jesus Christus übernahm die Herrschaft!

Leben und Dienen im Heiligen Geist

Das Feuer des Heiligen Geistes empfing sie bei der Eurofeuerkonferenz 1987 in Frankfurt bei den gemeinsamen Veranstaltungen von Reinhard Bonnke und Benny Hinn. Im Anschluss daran lebte sie ein paar Jahre in der Landeshauptstadt München, wo sie die Bibelschule von Wort des Glaubens besuchte und anschließend das pastorale Schwerpunktprogramm absolvierte.

Vorbilder des Glaubens

Durch Vorbilder des Glaubens wie Mark Brazee, Lester Sumrall, Reinhard Bonnke, Benny Hinn, Kenneth Hagin, Oral Roberts und Steve Hill wurde in ihrem Leben die Liebe zum Wort Gottes und zu dem Heiligen Geist geweckt und gefestigt.

Katharine Siegling:
Ein Leben voller Leidenschaft

Katharine Siegling ist eine Frau voll übersprudelnder Leidenschaft für das Reich Gottes. Durch ihr persönliches Leben, durch ihre Integrität und durch ihren geistlichen Dienst gibt sie unzähligen Menschen neue Hoffnung, neuen Mut und neue Kraft.

 

November 2011