Pastorales Erdbeben - Zusammenfassung

Die Bedeutung der Dienstgaben

11 Und er (Jesus) hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, 12 damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi auferbaut werden, 13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, 14 damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen.

Epheser 4,11-14

19 So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, 21 auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. 22 Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist.

Epheser 2,19-22

Die Gemeinde sollte das Haus Gottes sein, der Ort, an dem sich das Reich Gottes ganz selbstverständlich offenbart und zum vollen Zuge kommt. Denn nur in der Gemeinde kann sich das Reich Gottes im Leben derer, die aus Gott geboren sind, offenbaren.

Das Wort Gottes sagt, die Gemeinde solle auf die Grundlage aufgebaut werden, die durch den Dienst und die biblische Lehre eines Apostels und Propheten gelegt wird. Das allerdings hat nichts damit zu tun, dass jemand in einem charismatischen Gottesdienst mit dem Gefühl aufsteht, einen prophetischen "Eindruck" zu haben.

Damit sich Gottes Reich offenbaren kann, hat Jesus für seine Gemeinde eine Struktur aufgebaut. Er hat die Dienstgaben gesetzt: Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten bzw. Pastoren und Lehrer. Durch ihren Dienst hat der Leib Christi die einzige Chance in Christus zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis zu wachsen. Auf diese Weise wird er nicht mehr unmündig hin- und her getrieben, von aller Art religiöser Bücher und Meinungen, die hinter den Kanzeln verbreitet werden. Nur wenn die echten Dienstgaben in der Gemeindestruktur hervorkommen, haben die umherirrenden Schafe die Möglichkeit, in Christus zu reifen und erwachsen zu werden.

Die echten Dienstgaben sind vom Vater berufen, werden von Jesus eingesetzt und vom Heiligen Geist befähigt, ihre Aufgabe zu erfüllen. Kein Mensch hat die Vollmacht zu bestimmen, wer ein Apostel, ein Prophet, ein Evangelist, ein Hirte oder ein Lehrer ist. Diese Berufungen sind heilig! Jeder, der von Jesus in eines der fünf Ämter gesetzt wird, hat die gottgegebene, übernatürliche Fähigkeit, die Schafe zu weiden und sie zum Wachsen zu bringen. Diese Fähigkeit und Salbung kann weder ein Theologiestudium an der Universität noch eine Denomination verleihen. Nur weil sich jemand als "Apostel", "Evangelist" oder als "Hirte" bezeichnet, bedeutet das noch lange nicht, dass er dafür auch wirklich von Gott berufen ist. Die absolute Mehrheit der Pfarrer und Pastoren, die heute in Deutschland hinter der Kanzel stehen, sind von Gott keineswegs zum Amt eines Pastors berufen. Und schon früher antwortete ich auf die Frage, was ein Pfarrer in diesem Fall tun sollte: "Er solle lieber einen Traktor fahren."

Wenn jemand betet "Dein Reich komme" und es auch so meint, betet er im Grunde dafür, dass die echten, von Gott berufenen Dienstgaben hervorkommen. Warum gab es in Deutschland noch nie eine Erweckung? Weil die wahren Dienstgaben nicht zugelassen wurden und die Strukturen der Gemeinden korrupt sind. Die Ämter werden von Menschen ausgeübt, die nicht dazu berufen sind, keine Ahnung vom Heiligen Geist haben und lediglich ihren Job erfüllen. Nur die Tatsache alleine, dass jemand am Sonntag hinter der Kanzel steht und behauptet, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes zu predigen, heißt noch lange nicht, dass dem auch so ist.

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Pastorales Erdbeben - Teil 1
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Pastorales Erdbeben
als Video

vom 20.01.2013

von Katharine Siegling